FREIE WÄHLER: Mangel an Erziehungsfachkräften jetzt entschieden entgegenwirken

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Beitrag von Julia Glagau

Die FREIEN WÄHLER Schleswig-Holstein fordern, dass dem Erziehungsfachkräftemangel größere Aufmerksamkeit entgegengebracht wird und das Gute-Kita-Gesetz sowie die dafür nötige Finanzierung über 2022 hinaus dauerhaft verankert werden. Aktuell fehlen allein in Schleswig-Holstein 852 Erziehungsfachkräfte im Kita-Bereich, im gesamten Bundesgebiet werden es bis 2030 230.000 offene Stellen sein.

 

„Das Land muss jetzt die Weichen richtigstellen“, so Julia Glagau, FREIE WÄHLER Landtagskandidatin Listenplatz 2, „damit auch zukünftig eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung in Schleswig-Holstein möglich ist“. Bereits jetzt sind einzelne Kitas im Bundesland von Gruppenschließungen betroffen. Mit dem gesetzlichen Anspruch der Eltern ab 2026 auf Ganztagsbetreuung auch im schulischen Bereich werden diese Fälle dramatisch zunehmen. Zusätzlich führt schon heute die fortwährende hohe Belastung des Personals zu erheblichen krankheitsbedingten Ausfällen, welche aufgrund des Fachkräftemangels nur unzureichend kompensiert werden können.

 

„Wir laufen Gefahr, die frühkindliche Bildung in einen Zustand der reinen Aufbewahrung zu überführen!“ so Glagau weiter.

 

Die FREIEN WÄHLER Schleswig-Holstein setzen sich deshalb dafür ein, die Gelder aus dem Gute-Kita-Gesetz vornehmlich für den Personalaufbau einzusetzen, damit schnellstmöglich bei allen Trägern der angestrebte Fachkraft-Kind-Schlüssel im Ü3 Bereich von 2,0 erreicht wird. Mittelfristig ist zur Qualitätssicherung ein Anheben auf 2,5 das erklärte Ziel. „Leider werden die Mittel zu häufig einseitig für die Absenkung der Elternbeiträge verwendet. Dieses zwar wichtige Vorhaben darf jedoch nicht über die Betreuungsqualität gestellt werden“, so Glagau weiter.

 

Durch die starke Belastung aufgrund der Personalnot verlassen nicht erst seit Corona viele engagierte Erziehungsfachkräfte die Einrichtungen weit vor dem Renteneintrittsalter. Durch eine zielgerichtete Aufstockung des Bereuungsschlüssels mit den Mitteln aus dem Gute-Kita-Gesetz kann das Arbeitsumfeld verbessert und gesundheitlichen Risiken vorgebeugt werden. „Diese zukunftssichere Umgestaltung kann jedoch nur mit einem gemeinsamen Kraftakt aller beteiligten Institutionen gelingen“, zeigt sich Glagau überzeugt. „Wir werden alles daransetzen, dass jedes Kind eine qualitativ hochwertige Betreuung und Förderung erhält, und jedes Elternteil in die Lage versetzt wird, seiner Arbeit nachzugehen. Alles andere können wir uns nicht leisten. Hier geht es um die Zukunft unserer Kinder“, so Glagau abschließend.